Berechne Endkapital, Anfangskapital, Zinssatz oder Laufzeit mit dem Zinsrechner. Mit Zinseszins, unterjähriger Verzinsung, Steuerberechnung und Rechenweg.
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Endkapital berechnenWie viel Kapital steht nach der Laufzeit zur Verfügung?
Nur Beispiel zur Veranschaulichung – maßgeblich ist deine eigene Berechnung.
Erklärung
So funktioniert Zinsrechner
Der Zinsrechner berechnet Endkapital, Anfangskapital, Zinssatz oder Laufzeit für einmalige Kapitalanlagen. Er unterstützt einfache Zinsen und Zinseszins mit verschiedenen Verzinsungsfrequenzen sowie die optionale Berücksichtigung der Abgeltungssteuer.
Einfache ZinsenK_end = K × (1 + r × t)
K ist das Anfangskapital, r der Jahreszins als Dezimalzahl und t die Laufzeit in Jahren. Bei einfachen Zinsen wird nur das Anfangskapital verzinst.
ZinseszinsK_end = K × (1 + r/n)^(n × t)
n ist die Anzahl der Zinsperioden pro Jahr (z. B. 12 bei monatlicher Verzinsung). Die Zinsen werden nach jeder Periode dem Kapital zugeschlagen.
Effektiver Jahreszinsr_eff = (1 + r/n)^n - 1
Der effektive Jahreszins dieses Rechners berücksichtigt die Verzinsungsfrequenz; Gebühren und Nebenkosten werden nicht berücksichtigt.
Die Steuerberechnung zieht den Sparerpauschbetrag vom Bruttoertrag ab und wendet auf den verbleibenden Betrag den Abgeltungssteuersatz an. Das Nettoergebnis zeigt den Ertrag nach Steuern.
Wissen
Zinsen sicher verstehen
Einfache Zinsen, Zinseszins und der Einfluss der Verzinsungsfrequenz auf den Ertrag.
Bei einfachen Zinsen wächst das Kapital linear: Jedes Jahr kommt der gleiche Zinsbetrag hinzu. Bei Zinseszins wächst es exponentiell, weil die Zinsen dem Kapital zugeschlagen und in der nächsten Periode mitverzinst werden.
Einfache Zinsen: K_end = K × (1 + r × t) — lineares Wachstum.
Häufigere Verzinsung (monatlich statt jährlich) erhöht den Ertrag leicht.
72er-Regel: Teile 72 durch den Zinssatz, um die ungefähre Verdopplungszeit in Jahren zu erhalten.
Bei 6 % Zinsen verdoppelt sich das Kapital in ca. 12 Jahren (72 / 6 = 12).
Wissen
Steuern auf Kapitalerträge
Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und Sparerpauschbetrag in Deutschland.
In Deutschland unterliegen Kapitalerträge der Abgeltungssteuer von 25 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Steuer. Das ergibt einen Gesamtsteuersatz von 26,375 % (ohne Kirchensteuer).
Sparerpauschbetrag: 1.000 Euro pro Person, 2.000 Euro für Ehepaare (seit 2023).
Erträge unterhalb des Freibetrags bleiben steuerfrei.
Die Steuer wird automatisch von der Bank einbehalten (Quellensteuer).
Ein Freistellungsauftrag stellt sicher, dass der Freibetrag berücksichtigt wird.
Praxis
Praxisbeispiele
Nur Beispiel zur Veranschaulichung – maßgeblich ist deine eigene Berechnung.
Festgeld-Anlage
10.000 Euro werden für 5 Jahre zu einem Zinssatz von 3,5 % mit jährlicher Verzinsung angelegt. Wie hoch ist das Endkapital?
Ergebnis: Nach 5 Jahren beträgt das Endkapital ca. 11.876,86 Euro bei jährlicher Zinseszinsverzinsung.
Jährliche Verzinsung11.876,86 €
Quartalsweise Verzinsung11.903,40 €
Monatliche Verzinsung11.909,43 €
Tagesgeld über 2 Jahre
25.000 Euro liegen 2 Jahre auf einem Tagesgeldkonto mit 2 % Zinsen und monatlicher Verzinsung.
Ergebnis: Nach 2 Jahren ergibt sich bei monatlicher Verzinsung ein Endkapital von ca. 26.019 Euro.
2 % Zinssatz, 10 Jahre12.189,94 €
4 % Zinssatz, 10 Jahre14.802,44 €
6 % Zinssatz, 10 Jahre17.908,48 €
Sparziel: Wie viel anlegen?
In 10 Jahren sollen 50.000 Euro zur Verfügung stehen. Der Zinssatz beträgt 4 % bei jährlicher Verzinsung. Wie viel muss heute angelegt werden?
Ergebnis: Um in 10 Jahren 50.000 Euro zu erreichen, müssen heute ca. 33.780 Euro angelegt werden.
Zinssatz ermitteln
Eine Anlage ist von 10.000 Euro auf 12.500 Euro in 5 Jahren gewachsen. Welcher jährliche Zinssatz wurde erzielt?
Ergebnis: Der erzielte Jahreszins beträgt ca. 4,56 % bei jährlicher Zinseszinsverzinsung.
Verdopplungszeit
10.000 Euro sollen sich bei 5 % Zinsen mit Zinseszins verdoppeln. Wie lange dauert das?
Ergebnis: Bei 5 % Zinseszins verdoppelt sich das Kapital in ca. 14 Jahren und 2 Monaten.
Kurzfristige Anlage mit Steuer
50.000 Euro werden für 1 Jahr zu 3 % angelegt. Es fallen 26,375 % Abgeltungssteuer an, der Freibetrag beträgt 1.000 Euro.
Ergebnis: Nach Abzug der Abgeltungssteuer (abzüglich 1.000 Euro Freibetrag) verbleibt ein Nettoertrag von ca. 1.368,13 Euro.
Hinweise
Häufige Fehler
Nominalzins mit Effektivzins verwechseln
Der Nominalzins gibt den reinen Zinssatz an. Der Effektivzins dieses Rechners berücksichtigt die Verzinsungsfrequenz, aber keine Gebühren oder Nebenkosten. Bei monatlicher Verzinsung ist er höher als der Nominalzins.
Für Vergleiche immer den Effektivzins heranziehen und die Verzinsungsfrequenz beachten.
Zinseszinseffekt bei langen Laufzeiten unterschätzen
Viele Sparer rechnen linear (einfache Zinsen) statt exponentiell (Zinseszins). Bei 5 % und 20 Jahren beträgt der Unterschied über 65 % — das einfache Modell unterschätzt den Ertrag massiv.
Bei mehrjährigen Anlagen immer mit Zinseszins rechnen, da die Zinsen dem Kapital zugeschlagen und mitverzinst werden.
Bruttozins als Nettoverzinsung annehmen
Kapitalerträge oberhalb des Sparerpauschbetrags (1.000 EUR/Person) unterliegen der Abgeltungssteuer von 26,375 %. Wer den Bruttozins als tatsächlichen Ertrag annimmt, überschätzt seine Rendite.
Stets den Nettoertrag nach Abzug der Abgeltungssteuer (26,375 %) und unter Berücksichtigung des Sparerpauschbetrags berechnen.
Inflation nicht berücksichtigen
Ein Nominalzins von 3 % bei 2,5 % Inflation entspricht exakt einer realen Rendite von rund 0,49 %. Die Differenz von 0,5 Prozentpunkten ist nur eine Näherung für kleine Raten.
Die reale Rendite für denselben Zeitraum exakt mit (1 + Nominalrendite) / (1 + Inflationsrate) - 1 berechnen.
Restmonate bei der Laufzeit vernachlässigen
Wer 3 Jahre und 8 Monate in 4 Jahre aufrundet, erhält ein zu hohes Ergebnis. Wer auf 3 Jahre abrundet, unterschätzt den Ertrag. Die verbleibenden Monate müssen als Bruchteil eines Jahres einbezogen werden.
Die Gesamtlaufzeit exakt als Jahre + Monate/12 berechnen und in die Formel einsetzen.
FAQ
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einfachen Zinsen und Zinseszins?
Bei einfachen Zinsen wird nur das Anfangskapital verzinst. Bei Zinseszins werden die Zinsen dem Kapital zugeschlagen und in der nächsten Periode mitverzinst, was zu exponentiellem Wachstum führt.
Was bedeutet unterjährige Verzinsung?
Bei unterjähriger Verzinsung werden die Zinsen häufiger als einmal pro Jahr gutgeschrieben, z. B. monatlich oder quartalsweise. Dadurch entsteht ein leicht höherer Gesamtertrag als bei jährlicher Verzinsung.
Wie wirkt sich die Verzinsungsfrequenz auf den Ertrag aus?
Je häufiger verzinst wird, desto höher der Ertrag durch den Zinseszinseffekt. Der Unterschied ist bei hohen Zinssätzen und langen Laufzeiten am deutlichsten.
Was ist der effektive Jahreszins?
Der effektive Jahreszins dieses Rechners berücksichtigt die Verzinsungsfrequenz. Gebühren und Nebenkosten werden nicht berücksichtigt. Bei unterjähriger Verzinsung ist er höher als der Nominalzins.
Wie wird die Abgeltungssteuer berechnet?
Die Abgeltungssteuer beträgt 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf, also insgesamt 26,375 %. Sie wird auf Kapitalerträge oberhalb des Sparerpauschbetrags erhoben.
Was ist der Sparerpauschbetrag (Freibetrag)?
Der Sparerpauschbetrag beträgt 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro für Ehepaare). Kapitalerträge bis zu dieser Höhe bleiben steuerfrei.
Wann lohnt sich Zinseszins besonders?
Der Zinseszinseffekt wirkt umso stärker, je länger die Laufzeit und je höher der Zinssatz ist. Bereits kleine Zinsunterschiede führen über Jahrzehnte zu großen Ergebnisunterschieden.
Kann ich auch den benötigten Zinssatz berechnen?
Ja. Im Modus 'Zinssatz berechnen' geben Sie Anfangskapital, Zielkapital und Laufzeit ein. Der Rechner ermittelt den erforderlichen jährlichen Zinssatz.
Wie genau ist die Berechnung?
Die Berechnung nutzt exakte mathematische Zinsformeln. Sie dient der Orientierung und ersetzt keine individuelle Finanzberatung oder Bankkonditionen.
Grenzen
Einschränkungen
Keine Berücksichtigung von Kontogebühren: Der Rechner berücksichtigt keine Depotgebühren, Kontoführungsgebühren oder Transaktionskosten, die den tatsächlichen Ertrag mindern.
Konstanter Zinssatz über die gesamte Laufzeit: Die Berechnung geht von einem unveränderten Zinssatz aus. Bei variablen Anlagen (Tagesgeld) kann sich der Zinssatz jederzeit ändern.
Keine individuelle Finanzberatung: Die Ergebnisse dienen der mathematischen Orientierung und ersetzen keine persönliche Beratung durch einen Finanzberater oder Steuerberater.
Vereinfachte Steuerberechnung: Kirchensteuer, Verlustverrechnung und die Günstigerprüfung werden nicht berücksichtigt. Die tatsächliche Steuerlast kann abweichen.
Quellen
Quellen und Nachweise
§ 246 BGB — Gesetzlicher ZinssatzBundesministerium der Justiz
Gesetzlicher Zinssatz von 4 % pro Jahr für eine zu verzinsende Schuld, sofern kein anderer Zinssatz bestimmt ist.
Zur QuelleAbgerufen: 23.07.2026 · Geprüft am: 23.07.2026 · Primärquelle
§ 248 BGB — ZinseszinsBundesministerium der Justiz
Regelung zum Zinseszinsverbot bei bestimmten Vertragsarten und dessen Ausnahmen im Bankverkehr.
Zur QuelleAbgerufen: 23.07.2026 · Geprüft am: 23.07.2026 · Primärquelle
§ 20 EStG — Einkünfte aus KapitalvermögenBundesministerium der Justiz
Steuerrechtliche Grundlage für die Besteuerung von Zinserträgen als Kapitalerträge.
Zur QuelleAbgerufen: 23.07.2026 · Geprüft am: 23.07.2026 · Primärquelle
§ 32d EStG — AbgeltungssteuerBundesministerium der Justiz
Regelung des pauschalen Steuersatzes von 25 % auf Kapitalerträge.
Zur QuelleAbgerufen: 23.07.2026 · Geprüft am: 23.07.2026 · Primärquelle
Deutsche Bundesbank — BasiszinssatzDeutsche Bundesbank
Aktuelle und historische Basiszinssätze der Deutschen Bundesbank nach § 247 BGB.
Zur QuelleAbgerufen: 23.07.2026 · Geprüft am: 23.07.2026 · Primärquelle
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