Nur Beispiel zur Veranschaulichung – maßgeblich ist deine eigene Berechnung.
Wie lange reichen 500.000 Euro?
500.000 Euro Kapital, 2.000 Euro monatliche Entnahme (vorschüssig) bei 4 % erwarteter Rendite. Wie lange reicht das Geld?
Ergebnis: Das Kapital reicht rund 43 Jahre. Über diese Zeit werden ca. 1.035.090 Euro entnommen; davon steuern die Erträge rund 535.090 Euro bei. Zum Vergleich: eine Entnahme von rund 1.632 Euro monatlich würde das Kapital dauerhaft erhalten.
Wie viel kann ich 30 Jahre entnehmen?
300.000 Euro sollen über 30 Jahre monatlich (vorschüssig) entnommen werden, bei 5 % erwarteter Rendite und vollständigem Kapitalverzehr. Wie hoch darf die Entnahme sein?
Ergebnis: Es lassen sich rund 1.584 Euro monatlich entnehmen. Über 30 Jahre werden dabei ca. 570.137 Euro entnommen, davon rund 270.137 Euro aus Erträgen; am Ende ist das Kapital vollständig aufgezehrt.
Startkapital für 1.500 Euro über 25 Jahre
1.500 Euro monatliche Entnahme (vorschüssig) über 25 Jahre bei 4 % Rendite und vollständigem Verzehr. Wie viel Startkapital ist nötig?
Ergebnis: Es wird ein Startkapital von rund 287.254 Euro benötigt. Insgesamt werden 450.000 Euro entnommen; die Differenz von rund 162.746 Euro stammt aus den Erträgen.
Kapitalerhalt statt Verzehr
500.000 Euro, aber nur 1.200 Euro monatliche Entnahme bei 4 % Rendite. Reicht das dauerhaft?
Ergebnis: Das Kapital wird im Betrachtungshorizont nicht aufgezehrt: Die Entnahme von 1.200 Euro monatlich liegt unter der kapitalerhaltenden Entnahme von rund 1.632 Euro monatlich, sodass die Erträge die Entnahmen dauerhaft decken. Der Rechner erfindet dann keine künstliche Laufzeit, sondern zeigt diesen Zustand ausdrücklich an.
Die 4-Prozent-Regel im Test
1.000.000 Euro, 40.000 Euro jährliche Entnahme (das sind 4 % des Startkapitals) bei 5 % erwarteter Rendite. Trägt die viel zitierte 4-Prozent-Regel?
Ergebnis: Bei konstanten 5 % Rendite wird das Kapital nicht aufgezehrt — die kapitalerhaltende Entnahme läge bei rund 47.619 Euro jährlich, deutlich über den 4 % (40.000 Euro). Wichtig: Die 4-Prozent-Regel stammt aus historischen Studien mit schwankenden Renditen und Inflationsanpassung. Wer das Risiko ehrlich einschätzen will, sollte die Monte-Carlo-Simulation nutzen.
Entnahme neben der gesetzlichen Rente
200.000 Euro Kapital, 2.500 Euro monatlicher Bedarf, davon 1.500 Euro durch die gesetzliche Rente gedeckt (ab sofort). Bei 4 % Rendite — wie lange reicht das Depot für die Lücke?
Ergebnis: Das Depot muss nur die monatliche Lücke von 1.000 Euro (2.500 Euro Bedarf minus 1.500 Euro Rente) decken und reicht dafür rund 27 Jahre. Insgesamt tragen die Einkünfte 486.000 Euro zum Bedarf bei; dem Depot werden rund 323.496 Euro entnommen. Die Rente wird hier als generischer Cashflow behandelt — es findet keine Rentenberechnung statt.
Mit Restkapital und Inflationsblick
400.000 Euro, 30 Jahre monatliche Entnahme (vorschüssig) bei 4 % Rendite, aber am Ende sollen 100.000 Euro als Erbe übrig bleiben. Zusätzlich die Kaufkraft mit 2 % Inflation.
Ergebnis: Es lassen sich rund 1.742 Euro monatlich entnehmen, wobei am Ende das gewünschte Restkapital von 100.000 Euro übrig bleibt. In heutiger Kaufkraft (2 % Inflation) sind diese 100.000 Euro allerdings nur noch rund 55.200 Euro wert — ein Effekt, der bei langen Laufzeiten spürbar ist.
Sequence-of-Returns-Risiko sichtbar machen
Der Plan aus Beispiel 2 (300.000 Euro, 30 Jahre, 5 % Rendite, rund 1.584 Euro monatlich) sieht rechnerisch aus, als würde er exakt aufgehen. Was passiert, wenn die Renditen schwanken (15 % Volatilität)?
Ergebnis: Deterministisch geht der Plan gerade auf (Kapital am Ende bei null). Unter schwankenden Renditen kippt das Bild: In der Simulation erreichen nur rund 34 % der Pfade das Ziel, in rund 66 % ist das Kapital vorzeitig aufgezehrt. Grund ist das Sequence-of-Returns-Risiko — schwache Jahre zu Beginn der Entnahmephase wirken überproportional. Eine deterministische Punktrechnung allein reicht für die Ruhestandsplanung nicht aus.